Poggenhagen

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Fahrradkäfig: Der Neubau hat begonnen

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Im Jahre 1756 wurde die Moorkolonie von vier Siedlern gegründet. Die Moorkolonie war damals 19 Hektar groß. Bereits 1835 wohnten in neun Häusern 64 Bürger, die ihr Vieh auf den Gutsgelände (Gut Alt-Poggenhagen) gegen einen geringen Geldbetrag weiden ließen.

Die Moordorfer lebten hauptsächlich vom Torfabbau und den wenigen Haustieren (Schweine, Schafe).

1860 wurde dann am Schiffgraben das erste Schulgebäude gebaut. Die erste Schule kostete 15.545,36 Mark. Vorher war der Lehrer zu Gast bei den Familien in Moordorf. Von der Armut die damals in Moordorf herrschte berichtet unter anderem die Poggenhagener Schulchronik. Die acht Familien mussten den Lehrer wöchentlich abwechselnd nicht nur mit Essen versorgen sondern auch eine Unterkunft zur Verfügung stellen. Die Stube diente als Klassenraum, in der sich in der Winterzeit nicht nur ca. 15 Schüler sondern auch die oft sehr zahlreiche Familie des Gastgebers aufhielte.

Doch auch der Lehrer war sehr arm. Er teilte sich eine Kammer mit Familienmitgliedern des Gastgebers.  Der Moorvoigt Lücking (war im Auftrag des Fiskus für den Forstschutz zuständig und lebte im alten Moorkrug, wo er auch Schankrecht besaß) hatte Mitleid, weil der Lehrer oft nur eine Scheibe Brot und ein bißchen Suppe mit gefrorenen Kartoffeln zu essen bekommen hat und so erhielt der Lehrer von ihm Essen und zu trinken In Moordorf fanden die Preußischen Regulativa von 1734 Anwendung in denen es wörtlich heißt:

„Ist der Lehrer Handwerker, so kann er sich schon ernähren, ist er das nicht, so ist ihm verstattet, während des Sommers sechs Wochen auf Erntearbeit zu gehen.“

Am 11.11.1912 wurde in Moordorf Hedwig Braun geboren, in einem Heft (Erinnerung einer Moorbauerntochter) beschreibt sie das Leben in und am Moor unter dem Motto „...in Wirklichkeit war es eine einzige Quälerei...“

Im Jahr 1908 kaufte Eduard Dyckerhoff vom preußischen Fiskus 1.200 Hektar im Toten Moor.  Bald darauf begann er mit der industriellen Torfgewinnung im Moor. Hierzu wurde eine 4,6 Kilometer lange Seilschwebebahn verwendet,  die den Torf in großen Körben aus dem Moor zum sogenannten Diemplatz beförderte. Auf diesem Platz wurde der Torf gelagert, bevor er weiter verarbeitet wurde. 1921 soll dieser Diemplatz drei Woche gebrannt haben und selbst die Hannoversche Berufsfeuerwehr konnte den Brand trotz Dampfdruckspritzen nicht unter Kontrolle bringen.  1952 hatte die Seilschwebebahn ausgedient und der Torf wurde per Lorenbahn, von den Bewohnern liebevoll „Teckel“ genannt,  zum Diemplatz befördert. Heute stellt die Firma, die jetzt zu „Rigips-Dämmsysteme“ gehört, nur noch Styropur her. Die Firma Dyckerhoff trug durch Ihre Größe maßgeblich zur Entwicklung von Poggenhagen bei.

Im Jahre 1920 lebten in Moordorf 175 Bürger, 1930 waren es bereits 306 Bürger.

Dann am 11.Oktober 1928 war es endlich so weit Moordorf und Poggenhagen schlossen sich zu Poggenhagen (Neu) zusammen.