Poggenhagen

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Poggenhagener Dorftheater

Am Freitag, 27.10.2017 findet die Premiere des Stücks "Saure Zeiten - Sturm im Gurkenglas" im Gemeindehaus der evangelischen Kirche Bonifatius statt.

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Das Gut „Grevenbostel zum Poggenhagen“ war einst Grundbesitz der Grafen von Roden/Wunstorf und Lehen der Herzöge von Sachsen. Seit 1339 ist hier die Familie von Campen heimisch geworden. Nach Forschungen des damaligen Rektors der Celleschen Schule, J.h. Steffens hat in Poggenhagen bereits vor dem Jahre 1300 Hans I. von Campen residiert.

Poggenhagen verdankt seine Gründung einer Strafe die das Adelsgeschlecht der von Campen traf. Ein Mitglied der Familie soll seinem Landesherren eine Ohrfeige verpaßt haben, wurde aber später begnadigt und erhielt sein Güter zurück. Statt seines Familiensitz wurde ihm aber ein Gelände zugewiesen, an dem sich die Poggen sammelten.

Der Ortsname Poggenhagen wird erstmals in einem Vertrag vom 10. November 1382 erwähnt. Damals verkaufte ein Johannes von Campen eine Wiese „de geheten is de Poggenkule“ und sechs dazugehörige Stücke Landes „dat gelegen is in der Pogghehegger mersch“ (Poggenhagener Marsch) an das Kirchenspiel in Bordenau.

Im Jahre 1483 belehnte der Herzog Johann von Sachsen die von Campen mit zahlreichen Gütern in und bei Poggenhagen. Dazu gehörten unter anderem:

-der Hof in Poggenhagen

-der Burgmannshof in Wunstorf

-halb Steinhude

-der halbe Zehnte Poggenhagen

-13 Höfe in Niedernstöcken

-7 Höfe in Basse und Mandelsloh

-3 inStöckendrebber

-2 in Brase

-2 in Mesmerode, ferner Ländereien in

-Helstorf

-Seelze

-Evensen

-Scharrel

-Nöpke

Die Geschichte der von Campen ist eng mit der Geschichte des Herzog Erich I. von Neustadt am Rübenberge verbunden. Die von Campen haben Herzog Erich I. 6.600 Gulden geliehen, der Herzog hat ihnen dafür das Amt und das Schloß Neustadt verpfändet, nachdem ihm bereits 900 Goldgulden erlassen wurden.

Danach kam es zu Gewalt und Rechtsbrüchen durch Herzog Erich und seiner Ehefrau. So hat diese Frau Ilse von Campen und deren Tochter Armgart der Hexerei beschuldigt. Während Armgart anscheinend rechtzeitig fliehen konnte, wurden Ihre Mutter und deren Freundin Mette Wantsleben gefoltert und am 15.05.1523 in Neustadt öffentlich als Hexen verbrannt. 

Melchior von Campen wurde angeklagt Herzog Erich und sein Land verraten zu haben. Melchior hat dies nach starker Folter auch gestanden, danach aber sofort widerrufen. Die Folter war so stark, dass Melchior längere Zeit mit dem Tode ringen mußte. Die Schwester von Melchior erwirkte damals, dass dem Herzog Erich vom Reichskammergericht in Speyer die Reichsacht angedroht wurde und er Melchior unverzüglich frei zu lassen habe.

Nachdem Herzog Erich den Melchior von Campen erneut gefangen genommen hat, erging im Jahre 1539 erneut ein Urteil an Herzog Erich, es erhielt die Auflage den von Campen unverzüglich frei zu geben und die Pfandsumme von 6.700 Reichstalern binnen 14 Tagen zurückzuzahlen.

Nun schaltete sich Kaiser Karl V. aus Gent ein und forderte am 22.04.1540 das Reichskammergericht auf Herzog Erich weder mit nachteiligen Prozessen noch mit der Reichsacht zu bedrohen, aber auch von seinem Schützling die Freilassung des von Campen.

Dies zog sich auch unter Herzog Erich II. bis zum Jahr 1605 hin, in dem der Herzog von Wolfenbüttel die Wiedergutmachung der von Campen verfügte.

In den Jahren 1715 bis 1726  wird das heute noch existierende Gutshaus gebaut und von General Christian von Campen vollendet.

Die von Campen starben in männlicher Linie im Jahre 1785 aus.

Im Jahr 1937 wurde der Gutshof von Hans Harms übernommen.

 

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Bild 2 Gutshaus im November 2003

Dieser Gutshof mit seinen angeschlossenen Ländereien und den Häusern der Bediensteten gilt als die Keimzelle der Ortschaft Alt-Poggenhagen.

1908 bekommt Poggenhagen auf Initative des Landrates Dewitz von Woyna einen Bahnhof an der Hauptstrecke zwischen Bremerhaven und Hannover.